Aktionen im Mai und Tornado über Riesa gesichtet
Aktuelle Info vom 2. Mai 2014


Liebe Sternenfreunde,

der April ist nun schon vorbei und bot am Monatsletzten dem aufmerksamen Beobachter ein besonderes Schauspiel am Himmel.

Doch zuvor noch ein kleiner Ausblick auf die Aktivitäten der Sternenfreunde im Wonnemonat Mai:

Astronomische Termine im Mai 2014

 

3.Mai 16 – 18 Uhr „Astro – Lounge“ Sprechzeit in der Kreuzstraße 5
3.Mai ab 21 Uhr öffentliche Beobachtung auf dem Flugplatz Canitz „Planeten des Frühlingshimmels: Jupiter, Mars und Saturn“Der Ringplanet Saturn kommt in Opposition zur Sonne und leitet seine beste Beobachterzeit im Jahr 2014 ein. Mit seinem prächtigen Ringsystem ist dieser Planet der König am Nachthimmel und verzaubert die Beobachter seit Jahrhunderten. Derzeit kann man einen wundervoll geöffneten Ring beobachten und den Planeten in seiner vollen Pracht bewundern. Zu späterer Stunde werden dann auch Galaxien, Sternhaufen und Gasnebel beobachtet. Eintritt ist frei!
7.Mai 17 – 18 Uhr Kinderuniversität Riesa „Simsalabim – verzauberte Kinderuni“ mit Zauberer Thomas Born im Seminarraum des Nudelcenters
GEHEIMTIP: 23./24.Mai gesamte Nächte ist Sternschnuppenalarm! Meteorschauer möglich mit bis zu tausenden Sternschnuppen! Beobachtung auf dem Flugplatz Canitz – jeder ist willkommen und sollte an warme Decken, Verpflegung und Geduld beim Beobachten denken. Ursache dafür ist der kleine periodische Komet „209P/ LInear“ und dies könnte der Beginn eines neuen periodischen Meteorschauers im Mai bedeuten, so wie es die „Perseiden“ in jedem August eines Jahres sind. Später dazu mehr, aber schon einmal vormerken. Es wird mit hunderten, ja tausenden Meteoren pro Stunde gerechnet! Das gibt es extremst selten!

 

Spendenaktion mit dem HAEMA Blutspendedienst im Mai und Juni 2014

Um die finanziellen Einschnitte der Sternwarte, sowie den Wiederaufbau des Observatoriums in diesem Jahr auf sicheren finanziellen Sockel zu stellen, laden wir zusammen mit der HAEMA zur Aktion „Herzblut“ ein. Jeder Bürger kann mit seiner Blutspende den Verein aktiv in dieser Zeit unterstützen. Weitere Informationen dazu in der Pressemitteilung der HAEMA im Anhang.

Was geschah am Himmel des 30. April 2014 über Riesa?

Aus einer völlig normal erscheinenden Wetterlage mit kleineren Wolkenfeldern und viel Sonnenschein zeigte sich in den Mittagsstunden ein sog. Funnel, also ein Ansatz einer Windhose / Tornado über der Region. Ein deutlicher schnell wachsender Rüssel entwickelte sich und nach einer kerzengeraden verformte er sich in eine Art schiefer Haken unter der Wolke. Dies war klar und deutlich mit bloßem Auge zu sehen und ich war zu dieser Zeit mit dem Auto unterwegs. Schnell fuhr ich in eine Nebenstraße und in der Nähe der Riesaer Rettungsleitstelle in Gröba hielt ich an und beobachtete den Funnel am Himmel. Leider hatte ich keine freie Sicht zum Boden, um zu sehen, ob bereits Bodenkontakt besteht, oder nicht. Später erfuhr ich vom Team der Sächsischen Zeitung Riesa, dass diese ein Bild von einem kleinen Wirbelsturm mit Bodenkontakt haben und meine Beobachtungen hatten sich somit bestätigt. Der von mir aus sichtbare Teil verweilte ca. 5 – 7 Minuten am Himmel und löste sich dann schnell wieder auf. Dies geschah wahrscheinlich kurz nachdem der Bodenkontakt erfolgte und der Wirbelsturm an Kraft verlor, während er Staub und Material aufsaugte – ein normaler Verlauf einer solchen Naturerscheinung. Je stärker die Windhose ist, desto länger besteht er und desto mehr Material nimmt er auf. Aber je länger diese auch bestehen, umso gefährlicher werden diese dann, denn dann können die Wirbelstürme auch größere Gebiete überziehen und beträchtliche Schäden verursachen. In den mittleren Staaten der USA kann man diese Zerstörungen nahezu täglich in den Medien vernehmen und nur das Beste für die Betroffenen Bewohner hoffen. Tornados hierzulande sind meist nur kleine Wirbelstürme, doch das Jahr 2010 hat bereits in den Pfingsmonaten gezeigt, dass es auch hier große Stürme geben kann, welche ganze Städte und Dörfer zerstören können. Der Wirbelsturm vom 30.04.2014 war deswegen auch besonders, weil er aus nahezu „heiterem Himmel“ zu kommen schien. Keine Vorzeichen, wie schwarze Unwetterfront, oder aufkommende Gewitterzellen – nein, aus scheinbar völlig harmlosen Wolken kam dieser und nur durch Zufall wurde er gesichtet und dokumentiert. Das macht diese Stürme gefährlich und seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler die genauen Entstehungszusammenhänge zu verstehen, um die Menschen rechtzeitig in den betroffenen Gebieten Warnen zu können. Dies entscheidet das Überleben und die Sicherheit der Bevölkerung und es muss mehr in diese Forschung und Beobachtung investiert werden, damit wir nicht doch einmal überrascht werden.

Einen schönen Mai – Feiertag wünschen die Sternenfreunde Riesa



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