Einladung zu 15. Riesaer Sternschnuppennnächten 12. – 17.August 2014
Aktuelle Info vom 6. August 2014


Liebe Sternenfreunde,

der August ist bekanntlich der Sternschnuppenmonat in jedem Jahr und zum bereits 15.Mal rufen die Sternenfreunde Riesa zu den „Riesaer Sternschnuppennächten“ auf dem Flugplatz Canitz aus.

12. – 17. August „15. Riesaer Sternschnuppennächte“ täglich ab 22 Uhr Meteore zählen

JEDER ist dazu herzlich eingeladen und jeder kann dabei sein, wenn wieder hunderte Meteore pro Nacht vom Himmel fallen. Ein tolles Video aus Riesa vom letzten Jahr gibt es unter www.Sternenfreunde-Riesa.de (Videoempfehlungen).

Was müssen die Teilnehmer und Gäste für so eine „Schnuppienacht“ beachten?

Wichtig dabei sind vor allem eine gute Vorbereitung, denn die sommerlichen Nächte sind üblicherweise nur in ihrem Namen sommerlich. 6 Stunden Beobachtung unter freiem Himmel sind auch für geübte Sterngucker immer wieder eine Herausforderung, denn frische Temperaturen, Wind, Luftfeuchtigkeit und die persönlichen Bedürfnisse fordern einiges vom Beobachter ab. Zur unbedingten Vorbereitung aller Teilnehmer sei geraten, genügend warme Kleidung mitzubringen, Schlafsäcke, ISO Matten, Luftmatratzen, Decken, warme Schuhe, Mütze und auch kleine Snacks für die eigene Versorgung mitzubringen. Nicht zu vergessen die Freude und gute Laune beim Aufenthalt in der sommerlichen Nacht. Abgeraten wird von hellen Taschenlampen, lauter Musik und Übermüdung, denn diese Dinge behindern das Erleben der nächtlichen Natur.

Absoluter Verzicht auf helle Lichtquellen und sog. Weißlicht

Die Sternenfreunde machen in jeder Nacht auch Fotos in verschiedensten Himmelsrichtungen, so dass freundlichst um den Verzicht von weißen Licht gebeten wird. Anfahrende/ Abfahrende Autos sollten entfernt vom Beobachterplatz parken und das Licht abblenden. Rotes Licht genügt zur Orientierung und stört die Nachtbeobachtung nicht. Will man Sternschnuppen sehen, so muss man seinen Augen die Anpassung an die Dunkelheit ermöglichen, welche bis zu 30 Minuten dauern kann. Jede Störung durch helle Lichtquellen verhindert die Beobachtung. Vor allem auch Handys, Tablets und Kameradisplays stören die Beobachtung und sind bei der öffentlichen Beobachtung bitte zu unterlassen. Jeder Teilnehmer sollte sich auf die Natur der Nacht einlassen, einmal die Ruhe genießen und den natürlichen Sternenhimmel auf sich wirken lassen. Viele Gäste nutzen diese Chance auch, um einmal unter dem Sternenhimmel einzuschlafen und eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Eine einmalige Erfahrung, welche der gegenwärtige Alltag kaum noch bieten kann. Eine Ur- Erfahrung aus der Menschheitsgeschichte, sich nachts in der Natur zurechtfinden zu müssen und zu können. Ein Stück Kulturgeschichte der Zivilisation!

Bekommen die Gäste Hilfe und Erklärungen bei den Beobachtungen?

Die Sternenfreunde Riesa begleiten alle Sternschnuppenjäger auf ihrer Riese in die Welt der Sterne und stehen die gesamte Zeit über mit Rat und Tat zur Seite. So wird es immer wieder einmal Erklärungen und Geschichten um die Sternbilder am Sommerhimmel geben und die ein oder andere Anekdote der letzten 15 Jahre. es geht um die Beobachtung des Sternenhimmels mit dem bloßen Auge. Sich einzufühlen in die Erhabenheit und Gewaltigkeit des Universums! Keine Teleskope, sondern die Gesamtheit des Himmels sollen bestaunt werden. Die sog. Schnuppienächte erfreuen sich genau deswegen jedes Jahr einer großen Beliebtheit, so dass zeitweise bis zu 60 Beobachter gemeinsam auf dem freien Feld die Nacht verbrachten und in manchen Rekordnächten bis zu 600 Meteore innerhalb von 6 Stunden am Himmel zählten. Besucher aus der Umgebung von Riesa, Oschatz, Großenhain, Meißen und Torgau kommen regelmäßig zu diesen Nächten. Doch auch Besucher aus Bayern, Sachsen Anhalt, Thüringen, Berlin und Brandenburg suchen den Weg nach Riesa und nehmen an dieser einmaligen Aktion teil.

Was sind Sternschnuppen und wie entstehen diese?

Sternschnuppen gehören zu jeder sternklaren Nacht, denn täglich fallen bis zu 5000 Tonnen (!!) kosmisches Material auf die Erde und jedes kleine Staubkorn erzeugt auf seinem Weg durch die Atmosphäre eine mehr oder minder kräftige Leuchtspur – die Sternschnuppe. An bestimmten Tagen im Jahr spricht man von sog. Sternschnuppenströmen, welche eine gehäufte Wahrscheinlichkeit von Meteorerscheinungen bedingen. In dieser Zeit fliegt unser Planet durch Wolken voller kleinster Partikel, welche von alten Kometenflügen wie eine Spur im Weltall zurückbleiben und für Jahrtausende an diesen Stellen verbleiben. Es gibt auf der gesamten jährlichen Bahn der Erde um die Sonne viele solcher bekannten Stellen, an denen es zu regelmäßigen Sternschnuppenströmen kommt. Als Beispiel sind dies im April bis Juni die verschiedenen „Lyriden“, oder im Oktober die „Draconiden“, im November die „Leoniden“ und „Tauriden“. Im Dezember gibt es mit den „Geminiden“ den aktivsten Meteorstrom im Jahr mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Doch wer geht schon im Dezember die gesamte Nacht über raus und schaut nach diesen? Nur die Sternenfreunde, welche auch hier regelmäßig zu öffentlichen Beobachtungen einladen. Somit sind meist die „Perseiden“ des August in aller Munde, wenn es um Sternschnuppen geht.

Was sind „Perseiden“?

Die „Perseiden“ treten den gesamten August über am sommerlichen Himmel auf und erreichen ihr Maximum meist in der Nacht um den 12. – 13. August. Diese Meteore scheinen aus dem Sternbild des Perseus die Reise über den Himmel zu beginnen und fliegen ausgehend von diesem sog. Radiant in alle Richtungen. Deswegen tragen diese ihren Namen. Das Sternbild Perseus befindet sich nahe dem „Himmels – W / Kassiopeia“ und steht nach Mitternacht im sommerlichen Osthimmel. Somit ist die beste Beobachtungszeit ab Mitternacht bis zum Sonnenaufgang. Es lohnt sich auch mehrere Nächte zu beobachten, da es immer Überraschungen geben kann und keiner genaue Auskunft darüber geben kann, wann wie viele Meteore sichtbar sein könnten. In diesem Jahr finden die „Perseiden“ in den Nächten um Vollmond (10.08.2014) statt, so dass der abnehmende Fast – Vollmond gerade in der Zeit um das Maximum mit seinem Licht stören wird. Dennoch werden etliche helle Meteore erwartet und die Beobachtung lohnt sich in jedem Fall. Wer also noch nie eine Sternschnuppe selbst gesehen hat oder dies gern wieder beobachten möchte, sollte sich die „Perseiden“ 2014 nicht entgehen lassen.

Wo kann man die „Perseiden“ am besten beobachten?

Jeder kann von einem dunklen Ort aus selbst beobachten, z.B. im Garten, Hinterhof, auf freien Feld. Einfach raus gehen, möglichst viel freien Himmel, gutes Wetter und los gehts. Aber die Beobachtung in einer Gemeinschaft macht diese Sternschnuppennächte immer zu einem Erlebnis, welches man mit Begeisterung teilen kann. Man erfährt viel Wissenswertes über die Zusammenhänge und wissenschaftliche Erkenntnisse um diese Erscheinungen.

Also auf zu den „15. Riesaer Sternschnuppennächten“!

© Sternwarte Riesa

[seitenrbuch]


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