Erste Perseidennacht mit 280 Meteoren
Aktuelle Info vom 12. August 2013


Liebe Sternschnuppenfreunde,

die „14.Riesaer Sternschnuppennächte“ auf dem Flugplatz Canitz haben begonnen und die erste Erfolgreiche Jagd nach den Meteoren liegt hinter den Sternenfreunden Riesa. In der Zeit von 22 – 04 Uhr zählten die 25 Beobachter insgesamt 280 Meteore, wovon die meisten eindeutig ihren Ursprung im Sternbild Perseus hatten. Im selben Zeitraum wurden noch 115 Satelliten am Himmel erfasst, was dem Beobachter deutlich macht, wie präsent die Menschheit mit ihrer Technik im Weltall ist. Insgesamt zwei Mal war die internationale Raumstation herrlich zu sehen und zahlreiche Flugzeuge verkehrten am Himmel.

Das Wetter war exzellent klar, bis auf einige kleine Wolkenfelder am frühen Morgen. Es konnte eine herrliche Milchstraße gesehen werden und selbst schwächere Meteore waren noch zu erkennen, was in Stadtnähe eher selten der Fall ist. Grund dafür sind wahrscheinlich die Niederschläge der vorangegangenen Tage, welche für eine sehr klare und saubere Luft sorgten. Bei bis zu 8 Grad lagen die Sternengucker eingepackt in Decken und Schlafsäcken auf dem Feld und erfreuten sich an dem kosmischen Feuerwerk. Gegen 1:20 Uhr gab es einen Höhepunkt, als ein extrem heller Bolide den Zenit erhellte und alle wachrief, welche bis dahin weggeschlummert waren. Die Feuerkugel zog eine sehr helle Spur am Himmel und der Rauch des verglühten Teilchens war noch minutenlang im Sternbild Cassiopeia zu sehen. Leider verfehlten alle Kameras den Abschnitt am Himmel, aber es ist auch sehr schwierig eine Sternschnuppe zu fotografieren, denn wer weiß schon genau, wo diese Meteore am Himmel verglühen. Jedes Foto einer Sternschnuppe ist reines Glück und einige konnten die Sternenfreunde Riesa wieder erwischen.

Freuen wir uns also auf die kommenden Nächte und hoffen wir auf ein starkes Maximum der Perseiden in der heutigen Nacht. Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen und kann sich mit dazu gesellen. Einfach Schlafsack, ISOmatte, Decken und eigenen Proviant mitbringen und los gehts.

Eine erfolgreiche Jagd allen und bis bald unterm Riesaer Sternenhimmel

Stefan Schwager
Leiter Sternwarte Riesa



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