Feedback Sternschnuppen und kommende Termine
Aktuelle Info vom 19. August 2013


Liebe Sternenfreunde,

nach insgesamt 8 Nächten unter freiem Himmel sind in der Nacht vom Sonntag auf den Montag die „14.Riesaer Sternschnuppennächte“ zu Ende gegangen. Leider ergab sich in dieser letzten Nacht keine weitere Chance auf schnelle Meteore für die Nachtschwärmer, aber an diesem letzten Abend versammelten sich dennoch etliche Beobachter auf dem Flugplatz Canitz um in Erinnerungen der vergangenen Perseidennächte zu schwelgen.

NEU auf der Website – Zeitraffer und Videos vom Nachthimmel

Die Sternenfreunde Riesa üben sich schon seit einigen Jahren in der Erstellung von Filmsequenzen des Nachthimmels. Dies ist auf Grund der geringen Helligkeit kosmischer Objekte gar nicht einfach und ein großer Aufwand ist erforderlich, diese Filme zu erstellen. Doch die Ergebnisse sprechen für sich und es sind bereits einige tolle Videos auf der Vereinsseite www.Sternenfreunde-Riesa.de zu sehen. So z.B. von der Renovierung der Sternwartenkuppel, dem Sächsischen Teleskoptreffen und seit heute auch von den 14.Sternschnuppennächten. Jeder ist herzlich eingeladen, sich diese tollen Zeitdokumente anzuschauen.

Was brachten die „Perseiden 2014“?

Mit der Sichtung von genau 1117 Meteoren und insgesamt 450 Satelliten innerhalb dieser Aktionswoche können die „Schnuppenjäger“ auf eine äußerst erfolgreiche Woche zurückblicken. An drei Nächten gab es exzellente Bedingungen ohne Wolken, ohne Dunst und mit nur kurzer Mondscheindauer. Hier wurden die Rekordwerte von 250 – 280 Sternschnuppen pro Nacht erzielt. Zwei Nächte fielen dem schlechtem Wetter zum Opfer und in diesen waren nicht mehr als 10 Meteore in einer Nacht möglich. Die restlichen Tage erfolgten mit mehr oder minder vielen Wolken, oder Nebelschichten, so dass dennoch mindestens 100 Meteore möglich waren. Alles in Allem sind die Sternenfreunde sehr zufrieden, denn die Profis für den Nachthimmel wissen um das Risiko von Wettereinflüssen auf geplante Beobachtungsaktionen. Die gesamte Woche über nutzten vor allem Familien mit Ferienkindern und große Teile der Bevölkerung diese Beobachterwoche, um einmal einen entspannten Blick in den Sternenhimmel genießen zu können. Jeder Gast bekam durch die Mitglieder des Sternwarte Riesa e.V. eine professionelle Einführung in die Sternbilder des Nordhimmels und so war jeder Teilnehmer auch in der Lage, seine Sichtungen qualifiziert an die Zählstationen des Teams weiter zu geben. Somit können Doppelzählungen vermieden werden und es wurden ausschließlich Meteore und Satelliten erfasst, welche eindeutig gesichtet wurden.

Wozu wurden Zählungen und eine Statistik während der Beobachtung gemacht?

Seit Menschengedenken lebt die Wissenschaft und die Astronomie von umfangreichen Beobachterdaten in Form von Zeichnungen, Fotos, Messwerten und Berichten. Diese Datenmengen helfen dem Menschen, die Prozesse der Natur besser zu verstehen und nachhaltig zu entwickeln. Auch wenn wir gegenwärtig um die Existenz dieser Sternschnuppenströme wissen, so sind die jährlichen Beobachterdaten unabkömmlich, wenn es um das Verständnis der eigentlichen Ursachen geht. Als wir diese Tage den alten Kometenschweif von „Swift Tuttle“ durchflogen und die Perseiden zählten, können wir nun die Dichte und Ausdehnung dieser Trümmerwolke anhand von Messwerten aus Beobachterdaten bestimmen. Die Daten werden ein mittleres, also normales Maximum dieses Sommerstromes bestätigen, denn die Beobachterwerte haben den Erwartungen entsprochen. Die Riesaer Beobachtersichtungen werden nun aufbereitet und an die IMO „International Meteor Organisation“ gemeldet. Seit Jahren schon werden Riesaer Beobachterdaten bei der IMO gemeldet. So unglaublich es klingen mag, aber dadurch trägt jeder aktive Teilnehmer der Riesaer Sternschnuppennächte zu einem wichtigen Beitrag um das Verständnis und der Erforschung unseres Sonnensystems bei.

Gibt es weitere Termine für Sternschnuppenjäger?

Ja, die gibt es, denn bereits im letzten Quartal des Jahres stehen weitere starke Sternschnuppenströme auf dem Plan. So werden am 18.November 2013 ab 18 Uhr die „Leoniden“ und am 12.Dezember 2013 ab 20 Uhr die „Geminiden“ auf dem Flugplatz Canitz beobachtet werden. Auch in der Zeit vom 7. -11.Oktober 2013 werden die Sternenfreunde die Augen offenhalten und spontan zu Beobachtungen aufrufen, denn dann sind die „Draconiden“ wieder aktiv. Im Sommer 2014 dann wird es wieder „Perseiden“ geben und in der Zeit vom 11.-17.August 2014 werden sich die Sternenfreunde Riesa wieder zu den dann „15.Riesaer Sternschnuppennächten“ auf dem Flugplatz Canitz versammeln.

Was bieten die Sternenfreunde Riesa 2013 noch für Beobachtermöglichkeiten an?

Die Sternenfreunde Riesa werden noch zu zahlreichen Veranstaltungen in diesem Jahr einladen und beteiligen. Eine Auswahl bevorstehender Termine:

08.September 2013 20 – 21 Uhr „Riesaer Sternstunde“ auf dem Flugplatz Canitz „Abendstern Venus und der Mond“
05.Oktober 2013 ab 18 Uhr „Live unterm Riesaer Sternenhimmel“ auf dem Flugi Canitz „Deep Sky Reise mit dem 50 cm Riesendobson“
19.Oktober 2013 ab 23 Uhr „Live unterm Riesaer Sternenhimmel“ auf dem Flugi Canitz „Beobachtung der Halbschattenfinsternis des Mondes“
28.Oktober 2013 „Vereinsjubiläum – 6 Jahre Sternwarte Riesa e.V.“

 

Beobachtungsstände bei Festveranstaltungen:

 

– 24.08.2013 „Sonnenbeobachtung beim Kartoffelfest bei GROKAR“ ab 10 Uhr
– 08.09.2013 „Professionelle Sonnenbeobachtung mit Gasprotuberanzen bei der Flora@Herba“
– 08.09.2013 „Sonnenbeobachtung beim Tag des Offenen Denkmals am Schloss Neuhirschstein“
– 16./17.11.2013 „Vereinspräsentation und Teleskopbeobachtung zum Adventsmarkt der Teigwaren Riesa GmbH“

Zusätzlich gastieren die Sternenfreunde an zahlreichen kleineren Aktionen, z.B. an Schulen, Kitas oder Firmenfeiern. Auch die Riesaer Kinderuniversität startet am 2.Oktober in ein neues Semester und Prof. Dieter B.Herrmann aus Berlin wird an diesem Tag die Kinder begrüßen.

Herzliche Einladung an alle Interessierten und Neugierige



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