Merkurtransit am Montag 09.Mai 2016 von Deutschland aus zu sehen
Aktuelle Info vom 3. Mai 2016


Liebe Sternenfreunde,
 der Wonnemonat Mai verwöhnt uns gerade mit den lang ersehnten Sonnenstrahlen und gibt uns den verdienten Frühling nach den sehr wechselnden und kühlen Apriltagen.
Dies lockt die Naturfreunde wieder nach draußen und somit auch die Sternenfreunde in nah und fern. Mit einem sensationellen und sehr seltenen Himmelsschauspiel werden wir bereits in der 2. Tageshälfte des 9. Mai 2016 erfreut. Nach nunmehr 13 Jahren ist wieder ein sog. „Merkurtransit vor der Sonne“ zu beobachten. Dies wird für die derzeit lebende Generation eine der 7 möglichen Gelegenheiten für die 1. Hälfte des 21. Jahrhunderts sein, um so etwas mit eigenen Augen beobachten zu können. Nach 2003 und 2006 wird sich nach Mai 2016 erst wieder 2019, 2032, 2039 und 2049 wieder eine Chance bieten. Bis zum Jahre 2049 wird dies zudem der letzte Merkurtransit sein, welcher im Mai beobachtet werden kann, während sich die anderen im November ereignen werden. Statistisch ist im Mai das Wetter etwas besser als im November, so dass jeder diese Chance nutzen sollte. Auch 2003 war das Wetter grenzwertig, aber schließlich erfolgreich.
Die Volkssternwarte Riesa ist 09.Mai 2016 kurz vor Beginn des Transits ab 13 Uhr für die interessierte Bevölkerung geöffnet. Ab 19 Uhr wird es parallel auf dem Flugplatz Canitz einen Beobachtungsposten geben. Mit etlichen Sonnenteleskopen wird ein sicherer Blick zum Merkurtransit geworfen und bis zum Sonnenuntergang gegen 20:45 Uhr wird man live verfolgen können, wie sich der Merkur von der Erde aus gesehen vor der Sonne entlang bewegen wird. Merkur ist der kleinste Planet im Sonnensystem und zugleich der Sonnennächste. Die Erde ist der 3. Planet und bietet in seltenen Konstellationen einen Blick auf die beiden inneren Planeten Merkur und Venus, wenn diese sich zwischen Sonne und Erde vor der Sonnenscheibe bewegen. Einen sog. Venustransit wird es erst wieder im Jahre 2117 von der Erde aus geben, denn in den Jahren 2004 und 2012 fanden die beiden letzten zu Lebzeiten im 21. Jahrhundert statt. Diese Chance ist leider vorbei, wurde aber in beiden Jahren von fast 1000 Riesaern bei Beobachtungen bestaunt.
Merkur ist im Gegensatz zum Venustransit aber nur als winziges Pünktchen vor der Sonne zu sehen, so dass ein Teleskop die Mindestausrüstung für den Beobachter sein sollte. Wichtig dabei ist die Sicherheit bei der Beobachtung. Die Sonne ist ein Stern und darf nur mit zertifizierten Energieschutzfiltern beobachtet werden. Jede noch so erfundene Methode hat schwer Augenschäden und die Blindheit zur Folge. Dies muss nicht sein und die Volkssternwarte bietet jedem einen sicheren und spannenden Blick zum Ereignis.
Jeder ist willkommen und die Chance ist einmalig.
Um schon einmal auf das Thema einzustimmen, wird es am Sonnabend, dem 7. Mai 2016 ab 18 Uhr einen spannenden Vortrag zu „Minisonnenfinsternisse – Planetentransiten vor der Sonne“ in der Volkssternwarte Riesa geben. Der Leiter der Riesaer Volkssternwarte hat nicht nur den letzten Merkurtransit von 2003 in Riesa erfolgreich dokumentieren und beobachten können, sondern auch alle beiden Venustransite miterlebt. Die Berichte und Tipps kommen also direkt von einem erfahrenen Profi zu den Gästen.  Bereits ab 16 Uhr wird es im Observatorium eine Sonnenbeobachtung für die Gäste geben, um schon einmal einen Vorgeschmack auf den 9. Mai geben zu können. Am Abend dann stehen die Planeten des Abendhimmels auf dem Programm: Jupiter, Mars und Saturn werden dann die Gäste zum Staunen bringen.
© Volkssternwarte Riesa

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