Spatenstich NEUBAU Sternwarte und RIESEN Sonnenfleck
Aktuelle Info vom 21. Oktober 2014


Liebe Sternenfreunde,

derzeit ist ein riesiger Sonnenfleck auf der Sonne aufgetaucht, welcher weltweit mit Spannung beobachtet wird. Schon mit bloßem Auge kann man den über 125 000 km großen Fleck mit einer Sonnenfinsternisbrille, sowie bei Sonnenauf- oder Untergang erkennen. Im Teleskop ist er jedoch von beachtlicher Größe und mit atemberaubenden magnetischen Strukturen zu betrachten.

Wichtiger HINWEIS:

NIEMALS ohne geeigneten Energie- und Sonnenschutzfilter in die Sonne schauen! Es drohen schwere Augenschäden und vollständige Erblindung! Nur professionelle, speziell dafür geeignete Sonnenfiltersysteme bieten genügend Sicherheit bei der Beobachtung. Wer die Sonne einmal sehen möchte, wendet sich am besten an eine Sternwarte und versierte Sternenfreunde der Region. Diese helfen gern und auch die Sternwarte Riesa berät gern zu diesem Thema und hat Tipps.

Gigantische Sonnenfleckengruppe derzeit zu sehen – genau wie vor 11 Jahren

Dieser jupitergroße Sonnenfleck AR 2192 „wandert“ derzeit vom Ostrand der Sonne in Richtung Sonnenscheibenmitte und zeigt rege Aktivität in Form von Flares und heftigen Gasausbrüchen. Sollte sich in den kommenden Tagen ein starker Ausbruch in Richtung Erdposition ereignen, so kann mit Polarlichterscheinungen bis in mittlere Breiten gerechnet werden. Der Zufall in der Sache ist jedoch, dass GENAU vor 11 Jahren schon einmal solch gigantische Strukturen auf der Sonne zu beobachten waren, damals sogar 2 solcher riesigen Sonnenfleckengruppen, welche Ende Oktober und November 2003 helle Polarlichter hervorbrachten. Immer wieder kommen den Wissenschaftlern Zweifel an der Existenz des bekannten Sonnenaktivitätszyklus, welcher mit 11 Jahren aus den statistischen Werten der vergangenen 400 Jahre hervorgeht. Doch dieser Zufall solch gigantischer Flecken, könnte ein Indiz dafür sein. Ich bin seit 21 Jahren Sonnenbeobachter und seit 2003 habe ich eine solch riesige Gruppe nicht mehr gesehen. Am kommenden Samstag, dem 25.10.2014 sind die Sternenfreunde Riesa ab spätestens 17 Uhr auf dem Flugplatz Canitz um kurz nach 18 Uhr die Bedeckung des Ringplaneten Saturn durch den Mond zu verfolgen. Doch bei diesen Sonnenflecken werden einige Vereinsmitglieder bestimmt schon ab 16 Uhr vor Ort sein und somit können die interessierten Bürger diese Chance nutzen, diese Sonnenflecken mit eigenen Augen im sicheren Teleskop zu betrachten.

Erfolgreicher Spatenstich der Neuen Volkssternwarte am 15. Oktober 2014

Eine sehr erfreuliche Nachricht gibt es zum Neubau der ZEISS – Sternwarte Riesa, denn am vergangenen Mittwoch erfolgte kurzfristig der Spatenstich für die neue Sternwarte in Riesa. Zusammen mit Baubürgermeister Tilo Lindner, dem Architekten Falk Taupitz und dem Vorstandsvorsitzenden der Sternwarte Stefan Schwager wurde um 10:15 Uhr der Baubeginn eingeläutet. Innerhalb weniger Tage gab es eine die Gelegenheit, endlich den Baustart zu beginnen und bevor es wieder zu Schwierigkeiten kommen könnte, schritt der Verein zum Spaten. Somit kann 45 Jahre nach dem Bau der Schulsternwarte Riesa nun auch der Baubeginn der neuen Volkssternwarte Riesa gefeiert werden. Ein tolles Ereignis, dem sehr viel Vorbereitung, Planung und Arbeit vorausging. Auch der neue Oberbürgermeister Marco Müller rief im Verein an wünschte viel Erfolg bei diesem 1.Schritt. Schon um 13 Uhr waren die Erdarbeiten beendet und es kam ein großer Betonmischer auf das Gelände, um in den fertiggestellten Graben das tiefe Fundament zu gießen.
Somit ist nun der 1.Schritt mit Erfolg zu Ende gebracht worden und nun muss der Beton erst einmal ruhen, damit es Anfang November mit der Montage der Sternwartenkuppel weitergehen kann.

Auch die Fernsehkameras des MDR waren live mit dabei

So wie schon bei der Rettung der Kuppel, war auch dieses Mal ein Team des MDR Fernsehens da, um diesen Schritt zur Lösung der 2013 gestellten Tagesaufgabe für die Sendung „Mach dich ran“ mit zu dokumentieren. Mit Freude verfolgten die Medienprofis diesen Tag und waren begeistert von der Leistung des Vereins und seiner Firmen und Sponsoren. Den Sendetermin geben wir bekannt, sobald dieser öffentlich sein wird. Auch bei dem Rücktransport und der Montage der ZEISS – Kuppel wird der MDR wieder nach Riesa kommen und alles für einen Sendebeitrag dokumentieren.

Einen Grund mehr am 28.Oktober 2014 das 7. Vereinsjubiläum des „Sternwarte Riesa e.V.“ zu feiern, denn bereits zu diesem Tag ist der Neustart für das Observatorium gegeben. Sollte das Wetter mitspielen, dann könnte die Sternwarte Ende des Jahres stehen und bereits erste Beobachtungen anbieten. Als der ehemalige Sternwartenleiter Reinhard Pravemann von diesem Spatenstich erfuhr, war dieser überglücklich und konnte es kaum glauben, dass seine alte Sternwarte nun wieder errichtet wird. Er freut sich schon auf die baldigen Beobachtungen am neuen/ alten Standort in der Greizer Straße 2 des Stadtteils Weida.

Viele Spenden sind noch nötig – bitte helfen Sie und sammeln Sie für uns!

Noch viele Investitionen warten aber auf die Sternenfreunde Riesa, denn auch wenn die Kuppel wieder steht, so warten viele weitere Aufgaben im Außengelände der neuen Sternwarte, welche vor allem finanziell gestemmt werden müssen. Von Heckenpflanzen, Zäunen, über Pflastersteine, Dämmung am Dach und Gebäude bis hin zu einen zu bauenden Parkplatz am Eingangstor warten große Kosten auf den Verein, damit irgendwann ein schönes Sternwartenareal eingeweiht werden kann.

Neues Spendenkonto der „Sternwarte Riesa“ – Bitte helfen Sie dem Verein

Spenden können Sie auf dem neuen Spendenkonto des Vereins (Volksbank Riesa eG, Kontonummer: 1327402 ; IBAN: DE98 8509 4984 0001 3274 02 ; Zweck: Sternwartenneubau). Jeder EURO hilft und jeder kann einen kleinen oder großen Beitrag zum Wiederaufbau und Erhalt der Sternwarte leisten.
Freuen wir uns nun auf die bevorstehenden Saturnbedeckung am Samstagabend, auf die Entwicklung der großen Sonnenflecken und eventuellen Polarlichtern über dem neuen Fundament der Sternwarte Riesa.

Übrigens fliegt die Erde heute Nacht durch einen alten Kometenschweif des Kometen Halley und es können die „Orioniden“ mit bis zu 25 Sternschnuppen pro Stunde gesichtet werden. Wer also klares Wetter hat, sollte rausschauen, denn auch der Mond stört dieser Tage nicht beim Beobachten. Also viel Glück.

© Sternwarte Riesa / Schwager



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