Volkssternwarte Riesa: „17. Riesaer Sternschnuppennächte“ und Vortragsabend 6.8.
Aktuelle Info vom 5. August 2016


Liebe Sternenfreunde,

in der kommenden Woche ist es soweit, die sommerlichen Sternschnuppen erreichen ihr jährliches Maximum. Anlass für die Volkssternwarte Riesa täglich von 22 – 04 Uhr zu den „Riesaer Sternschnuppennächten“ einzuladen. Seit 17 Jahren findet dieses Angebot für die interessierte Öffentlichkeit statt und jeder ist herzlich eingeladen, zusammen mit uns auf die Lauer zu gehen. Weitere Informationen dazu gibt es am 6. August zur „Astro Lounge“ 16 – 18 Uhr, sowie ab 21 Uhr zur Beobachtung „Planeten und Mond. Von 18 – 20 Uhr gibt es einen Vortrag „Sonnenfinsternis im indischen Ozean“ von Thomas Wolf in der Volkssternwarte Riesa zu erleben. Eine herzliche Einladung dazu an alle Interessierten.

Was sind die Perseiden und warum heißt dieser Sternschnuppenstrom im August so?

Von Mitte Juli bis Mitte August sind die sog. „Perseiden“ als Sternschnuppen am Nachthimmel zu beobachten. Dieser schönste und reichste Strom des Jahres kann bis zu mehrere Hundert Sternschnuppen pro Stunde hervorbringen. Der Ursprung dieses Stromes liegt im Kometen „109P / Swift- Tuttle“, welcher bei jedem Umlauf um die Sonne kleine Teilchen und Staubpartikel auf seiner Bahn zurücklässt. Wenn die Erde diesen alten Schweif durchkreuzt, dann verglühen diese Partikel und vom Erdboden aus sind „Sternschnuppen“ zu sehen. 2016 könnte es einige Überraschungen geben, denn durch den Einfluss des Gasriesen Jupiter hat sich die Distanz zur Bahn dieses Stromes verringert. Die Erde kreuzt Bereiche des Kometen, welche dieser beim Umlauf um die Sonne im Jahre 1479 durchflogen hat. Schaut man in Richtung Osten, dann geht im Sommer das Sternbild „Perseus“ gerade auf. Wenn bedingt durch die Flugrichtung der Erde die Staubteilchen in der Atmosphäre verglühen, dann scheint der Betrachter auf der Erde das Gefühl zu haben, dass diese aus dem Sternbild „Perseus“ zu fliegen scheinen. Daher der Name: „Perseiden“, welche auch die „Tränen des Laurentius“ genannt werden. Im Verlauf eines Jahres kreuzt die Erde einige solcher alten Kometenschweife und je nachdem, welches Sternbild dann gerade in „Richtung Flugbahn“ der Erde steht, tragen diese Ströme unterschiedliche Namen. „Leoniden“ im November, „Geminiden“ im Dezember, „Tauriden“ im Oktober und November, oder die „Lyriden“ im Frühjahr.

Wann wird in Riesa zur Beobachtung eingeladen werden und was ist zu erwarten?

Vom 11. – 14. August 2016 wird ausgiebig beobachtet werden. Vor allem in der Nacht um den 12. August wird das Maximum des Sternschnuppenstromes erwartet. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 – 04 Uhr und genau hier werden die Riesaer Sternenfreunde die Beobachtung anbieten. Dafür benötigt man keine Teleskope, sondern nur freie Sicht auf den Himmel, kein störendes Streulicht, gutes Wetter und Geduld. Dann kann man pro Nacht durchschnittlich 200 – 400 Meteore beobachten. In Rekordnächten zählten die Riesaer über 600 Meteore innerhalb einer Nacht. Die „Perseiden“ sind schnelle Objekte und bewegen sich mit ca. 60 km/s (!) durch die Atmosphäre. Dabei verglühen diese Partikel oft spektakulär und hinterlassen nicht selten sogar auffällige Leuchtspuren, die bis zu mehrere Sekunden lang nachglühen können.

Was muss der Beobachter bei der Vorbereitung beachten? Was ist mitzubringen?

Jeder Gast sollte sich gut vorbereiten und an den eigenen Komfort während einer Nachtbeobachtung über eine solch lange Dauer achten. Wichtig sind vor allem warme Kleidung, denn auch Sommernächste können empfindlich kalt werden, so dass selbst Pullover, Schal und Mütze mit im Gepäck sein sollten. Wenn sie aufgrund milder Witterung nicht benötigt werden sollten, dann ist das nicht schlimm. Aber besser man hat es dabei. Weiter geht es mit Liegemöglichkeiten. Hier können ISO Matten, Liegestühle, Liegen, Luftmatratzen, Schlafsäcke und Decken sehr hilfreich sein. Wenn man dann eingehuschelt und gemütlich auf dem Feld liegt und bei hoffentlich klarem Wetter auf die Meteore wartet, dann kann es schnell passieren, dass auch einmal der Magen knurrt, oder ein warmes Getränk die Geduld erwärmen könnte. Daher die Bitte an die Gäste, sich bitte auch für diesen Fall ein wenig Verpflegung mitzubringen.

Bitte machen Sie kein Fernlicht beim Erreichen des Beobachtungsgeländes an und verzichten Sie auf helle Lampen. Besser ist schwaches, rotes Licht – das stört nicht und reicht zur Orientierung völlig aus. DANKE!

© Volkssternwarte Riesa / Stefan Schwager

Es dürfen keine Bilder in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden!Ausnahmen sind schriftlich zu erfragen:

Volkssternwarte Riesa „Astronomie live erleben“
Kreuzstraße 5,01587 Riesa
Sternwartenleiter Stefan Schwager
Kontakt:0173 8076841
www.Sternenfreunde-Riesa.de www.Kinderuni-Riesa.de

SpendenKonto
Volksbank Riesa eG IBAN: DE98850949840001327402 BIC: GENODEF1RIE


Zurück zur Übersicht