Sternenlexikon

Sonnenbeobachtung



Hier an dieser Stelle sei unbedingt der Warn – Hinweis genannt, dass Sonnenbeobachtungen mit bloßem Auge und mit optischen Instrumenten schwere Augenschäden verursachen können und zur Blindheit führen können. NUR mit professionellen, zur Sonnenbeobachtung geeigneten, zertifizierten und unbeschädigten Filtern kann man einen gefahrlosen Blick auf die Oberfläche und Aktivitäten der Sonne werfen. Von jedem „semi-professionellen Experiment“ wird dringend abgeraten. Die Sonne ist das hellste Objekt und gleichzeitig die stärkste Strahlungsquelle für unsere Erde.

SoFi Brillen zur Finsternis

SoFi Brillen zur Finsternis

Wir auf der Sternwarte Riesa bieten sichere Möglichkeiten der Sonnenbeobachtung und achten auf zertifizierte Instrumente und Technologien. Der Riesaer Sternwartenleiter beobachtet bei gutem Wetter fast täglich und seit fast 20 Jahren die Sonne mit entsprechenden Filtern und selbst nach dieser langen Zeit intensiver Beobachtungen sind keine Augenschäden, oder Leistungsabfälle der Sehstärke zu verzeichnen. Noch immer kann er ohne Brille und mit 100% Sehkraft durchs Leben gehen und bietet somit den besten Beweis für die Sicherheit der verwendeten Sonnenbeobachtungsmethoden in Riesa.

Mit sog. „Weißlichtfiltern“ können wir auf der Sternwarte Riesa die Oberflächenaktivitäten der Sonnen – Photosphäre beobachten. Dabei kann der Beobachter im Teleskop Sonnenflecken und Sonnenfackeln entdecken. Auch die Kugelgestalt der Sonne ist mit Einsatz dieses Filters problemlos zu erkennen.

Eine weitere Möglichkeit ist der sog. „H-Alpha-Filter“, mit welchem man die „Chromosphäre“ der Sonne beobachten kann. Diese Schicht gehört zu den äußeren Hüllen der Sonne und liegt wie eine flammende Hülle direkt über der „Photosphäre“. In diesem Filter kann man die berühmten „Protuberanzen“ am Sonnenrand sehen. Diese gigantischen Flammen mit mehreren zehntausend Kilometern Ausdehnung schießen mit großer Geschwindigkeit aus der Oberfläche der Sonne heraus und reisen dabei jede Menge heißes Gas und Plasma aus der Sonne heraus. Mit über 10 000 ° Temperatur schweben diese Wolken dann über der Sonne und können auch ins nahe Sonnensystem, auch zur Erde, geschleudert werden. Doch davor brauchen wir auf der Erde keine Angst haben, denn unser Erdmagnetfeld schützt uns vor diesen solaren und gefährlichen Einflüssen.

Je nach momentaner Aktivität zeigt die Sonne täglich Veränderungen in all diesen beobachtbaren Erscheinungen.

Quellen:

Die Sonne von Jürgen Banisch, ISBN: 978-3-938469-24-8
http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenbeobachtung
http://www.strickling.net/sonneanf.htm