Sternenlexikon

Sonnenflecken



Sonnenflecken sind starke Aktivitätsregionen auf der Sonnenoberfläche, welche vor allem von Störungen des solaren Magnetfeldes verursacht werden. An diesen Stellen „bricht“ die Sonnenoberfläche auf und Gasausbrüche, Flares und Materie schießen mit unvorstellbaren Geschwindigkeiten von mehreren tausend Kilometern pro Sekunde ins All. Durch die heftigen Reaktionen und Geschwindigkeiten an diesen Stellen der 6000 K heißen Photosphäre kommt es zu lokalen Abkühlungen von 2000 – 3000 K. Dies hat zur Folge, dass diese Stellen nicht mehr so viel Licht abstrahlen, wie die ungestörte Sonnenoberfläche – ein Sonnenfleck wird sichtbar!

Sonnenfleckengruppe AR2192

Sonnenfleckengruppe AR2192

Sonnenflecken sind schon seit tausenden Jahren im asiatischen Raum überliefert und spätestens seit der Zeit Galileis, der Zeit der Teleskoperfindung im Jahre 1609, in der westlichen Welt bekannt. Seitdem werden sie wissenschaftlich erforscht und täglich beobachtet. Die tägliche Beobachtung ist sehr bedeutsam, da wir nur so ein genaueres Verständnis über die Prozesse im Inneren unsere Sonne bekommen können. Die Sonne ist ein Stern mit vielen Rätseln und täglich kommen neue Erkenntnisse durch Satelliten- und Beobachterdaten hinzu.

Sonnenflecken wie die die Gruppe 1944 sind dabei von besonderem Interesse, da sie sehr komplexe Strukturen zeigen und somit viel über das Magnetfeld der Sonne an dieser Stelle verraten. Die Gruppe 1944 wird als eine der Größten der letzten 10 Jahre klassifiziert und hat mit über 200 000km Ausdehnung eine unglaubliche Größe. Wenn diese dann noch starke Ausbrüche, dann besteht große Aufregung bei Sonnenfans, denn die Chance auf sichtbares Polarlicht steigt auch für den mitteleuropäischen Raum.