1.Rückblick auf das 9.STT
Aktuelle Info vom 28. Juli 2014


Liebe Sternenfreunde,

das 9.STT ist nun leider schon vorbei aber es war ein tolles Treffen der Sternenfreunde. In den kommenden Tagen wird es auf unserer Internetseite ein Bildportal zu einigen Eindrücken des STT geben und es werden auch noch einmal ein paar Bilder von uns herumgeschickt werden.

Wie war das 9.STT in der Kurzfassung?

Insgesamt 60 Sternenfreunde aus nah und fern nutzten die Wochenendtag und kamen zum „9.Sächsischen Teleskoptreffen“. Schon ab Donnerstag machte Raffael Benner, ein Sternenfreund aus Schleswig Holstein, mit seinem 75cm riesigen Dobson – Teleskop auf dem Gelände Halt und eröffnete als 1.Gast dieses Sommerteleskoptreffen. Damit ist er der mit über 550km Anfahrtsweg der am weitesten gereiste Sternenfreund im Jahre 2014. Im vergangenen Jahr kamen sogar Sternenfreunde aus Österreich vorbei, welche dieses Jahr aber am indischen Ozean unterwegs waren und leider nicht zum STT kamen. Ab Freitagmittag dann kamen immer mehr Hobbyastronomen und bauten ihre Zelte und Teleskop auf dem Gelände auf. Schnell füllte sich der Platz und jeder freute sich auf ein tolles Wochenende unter den Sternen. Der jüngste Teilnehmer war ein 8 Monate altes Kind aus einer Berliner Sternengucker Familie und mit großen Augen und viel Geduld war es schon voll dabei.

Überraschung vom Riesaer Riesen für den jüngsten Teilnehmer Gunter Spies, alias der Riesaer Riesa und Braumeister im Hammerbräu Riesa besuchte das Treffen auch und übergab ein Astronomiebuch an die Veranstalter, welches dem jüngsten Kind des Treffens unter 12 Jahren überreicht werden sollte. Und hier bekam der 8 Monate alte Elias aus Berlin den Zuschlag und weiß wahrscheinlich noch gar nicht so viel von seinem Glück. (Bilder folgen noch)

Spielte das Wetter mit? Konnte beobachtet werden?

Insgesamt gesagt, konnte an allen Tagen reichlich beobachtet werden. Bis Mitternacht bot sich den Gästen ein herrlicher Sternenhimmel und es konnten Sternenhaufen, Galaxien und Doppelsterne in den Teleskopen verfolgt werden. Besonders helle Iridium Blitze boten eine beeindruckende Show am Himmel und machten aus eigentlich unscheinbaren Satelliten helle Objekte am Nachthimmel. Ab Mitternacht hieß es dann Geduld zu zeigen, denn dichter Nebel und Hochnebelfelder zogen auf und versperrten die Sicht auf die Sterne. Doch davon lassen sich echte Sternengucker nicht beeindrucken und in geselligen Runden wurde fleißig gefachsimpelt und über alles Mögliche diskutiert. Bis zum nahenden Sonnenaufgang war Betrieb auf dem Gelände und so konnten alle Teilnehmer auch die morgendlichen Überflüge der „Internationalen Raumstation ISS“ beobachten. Die ISS ist so hell, dass sie selbst durch Nebel zu sehen war, während die Sterne längst verblassten. Wenn man wusste, wo man hinschauen muss, dann war es möglich.

Wie waren die Vorträge des STT? Was gab es besonderes?

Nach wenigen Stunden Schlaf ging es bereits Vormittags nach einem kleinen Frühstück weiter zur Sonnenbeobachtung. Ab Nachmittags gab es etliche Vorträge zu hören und mit Begeisterung konnte man Fach- und Reiseberichten der verschiedenen Sternenfreunde lauschen. Als dann Tasillo Römisch von möglichen touristischen Reisen ins All zu berichten begann, bemerkte der Zuhörer wieder, wo die eigentliche Natur der Menschen liegt: Grenzen zu erkennen, um diese nach Möglichkeit zu überwinden. Der Mensch konnte sich nie vorstellen, einmal in der Luft fliegen zu können. Leonardo Da Vinci und die Pioniere der Luftfahrt überschritten diese Vision und heute gehört Fliegen zum Alltag vieler Menschen dazu. In den Erdorbit, oder zum Mond zu fliegen wurde vor 100 Jahren noch für unmöglich gehalten. Heute ist es für uns alle Teil der Geschichte und die Raumfahrt gehört zur Gegenwart dazu. Die Erforschung der Tiefsee, der Wüsten, der Polargebiet und der atomaren Welt galt Jahrtausende lang als Utopie für die Menschen und heute sind wir Teil alldessen. Und wenn wir jetzt noch mit einem Lächeln von Weltraumtouristen und einer Marslandung sprechen, so können wir dennoch gewiss sein, dass genau dies passieren wird, denn wenn sich Menschen dieses Ziel einmal gesetzt haben, dann wird dies auch irgendwann, oder schon bald Realität werden. Genau dieser Wissenstrieb nach Fortschritt hat uns gegenwärtig viel ermöglicht und genau hier liegt der erstrebenswerte Sinn der menschlichen Existenz. Sind wir also einmal gespannt, worüber uns Tasillo Römisch zum „10.STT“ im Sommer 2015 berichten wird, denn als ein Mensch auf dieser Welt, welcher mehr als 180 Astronauten, Kosmonauten und Taikonauten getroffen hat und persönlich kennt, weiß er wovon er redet.

Dank der Organisatoren!

An dieser Stelle dankt das Team der Sternwarte Riesa allen Teilnehmern und Helfern dieses Treffens. Das Treffen lebt von seinen Teilnehmern und wird nur durch diese mit Leben gefüllt. Viele Vorträge aus Vereinen, Sternwarten und privaten Interessen gaben eine tolle kulturelle Vielfalt der Astroszene wieder. Sternenfreunde aus einem Umkreis von 550 km besuchten das Treffen und mit Teleskopen aller Größen und Arten war der Vielfalt kaum eine Grenze gesetzt. Dieses Treffen wurde auch dank finanzieller Unterstützung der Stadt Riesa veranstaltet und durch den Einsatz von privater und vereinseigener Technik unterstützt. Dank auch an das tolle Team der Jugendherberge Strehla für die Gastfreundschaft im Haus.

Gibt es 2015 wieder ein Sächsisches Teleskoptreffen?

Ja natürlich gibt es ein STT im Jahre 2015. Freuen wir uns nun auf dieses Jubiläumstreffen, dem „10.STT“ im Sommer 2015, welches mit Astroflohmarkt, Vortragsreihen, Händlermeile, Besuchern der Partnersternwarte in Polen und natürlich gewohnter Programmpunkte warten wird. Im Sommer 2006 wurde das STT erstmals durch die Sternenfreunde Riesa veranstaltet und seitdem jährlich durch dieses Team organisiert. Den Größten Dank vor allem diesen fleißigen Sternenfreunden für ein tolles, beeindruckendes und einmaliges Treffen.

© Sternwarte Riesa



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