Messiermarathon am 1.März und Astronomietag 2014
Aktuelle Info vom 23. Februar 2014


Liebe Sternenfreunde,

anbei ein aktueller Tip zur kommenden Beobachtung. Für alle Schulkinder ein perfekter Abschluss der Winterferien – einmal durch ein echtes Teleskop schauen und andere Welten sehen. Schüler bekommen eine kleine Überraschung zum Messiermarathon. Also seid dabei – Samstag 1.März 2014 ab 18 Uhr auf dem Flugplatz Canitz.

„Messier Marathon 2014“ – Die Jagd auf die 110 Brillanten am Himmel.

Gegen 18 Uhr geht die Sonne unter und bis zum Morgengrauen werden die Sternenfreunde Riesa auf einen astronomischen Marathon gehen. Die 110 Objekte des Sternenkataloges von Charles Messier aus dem 18.Jahrhundert sollen aufgespürt werden und zwar in nur einer Nacht. Diese Suche wird auf verschiedenste Art und Weise stattfinden. Fotografisch, Visuell und automatisiert mit sog. GOTO Systemen. Am traditionellsten aber auch am schwierigsten ist die visuelle Suche mit Sternkarten, denn hier muss man sich anhand der einzelnen Sternen am Himmel entlang orientieren, um die teils sehr lichtschwachen Objekte zwischen den Sternen finden zu können – astronomisches Handwerk!

Was sind denn die sog. „Messier Objekte“?

Charles Messier war ein französischer Astronom und lebte von 1730 – 1817 ganz im Sinne der Sternenforschung. Auf der Suche nach unbekannten Kometen am Himmel fand er regelmäßig neblige Objekte in den Konstellationen und begann diese seit 1758 im Aussehen und ihrer Position zu dokumentieren. Kometen sind ebenso lichtschwache und neblige Objekte am Himmel, welche aber leicht mit den galaktischen Objekten des Sternenhimmels verwechselt werden können. Um Fehlentdeckungen zu vermeiden, half der daraufhin entstandene Katalog. Messier dokumentierte zahlreiche Paradeobjekte, welche bis heute hin ihren Reiz nicht verloren haben. Galaxien, Gasnebel und vor allem Sternenhaufen sind in diesem Katalog erfasst. Schließlich sind 110 Objekte in diesem aufgelistet, welche seitdem mit einem „M“ und einer fortlaufenden Nummer von 1 – 110 benannt sind. So ist z.B. der wunderschöne „Orionnebel“ gleichzeitig der M42, oder die bekannten „Plejaden“ auch als M45 bekannt. Verteilt über den gesamten von der Erde aus sichtbaren Sternenhimmel findet man in jeder Nacht einige dieser Messier – Objekte. Neben diesem Katalog gibt es mittlerweile viele weitere Sternenkataloge, z.B. den NGC oder IC Katalog mit tausenden kosmischen Objekten.

Warum findet dieser Messiermarathon gerade im März statt?

Die Nächte sind noch lang genug, so dass alle Objekte gefunden werden können. Das Besondere ist, die jeweilige Position der M-Objekte, denn die Verteilung in den verschiedenen Sternbildern erlaubt die Sichtbarkeit nur zu bestimmten Zeiten im Jahr und die Position der Sonne in den jeweiligen Monaten verhindert die Sichtbarkeit einige Objekte. Doch im März steht die Sonne im Sternbild Wassermann und in diesem sind fast keine Messierobjekte. Damit ist es möglich, innerhalb einer Nacht auch alle diese Objekte zu finden. Schwierig sind dabei vor allem die Objekte, welche kurz nach Sonnenuntergang im Westen und kurz vor Sonnenaufgang im Osten gerade so noch zu sehen sind. Zusätzlich sollte der Mond nah am Neumond, also möglichst lichtschwach sein. Auch das Wetter muss mitspielen, damit der Marathon ein Erfolg wird. Jedes Jahr aufs Neue im März gibt es Versuche. Rekord waren bisher 94 gefundene Objekte im Jahre 2009, doch meist spielte das Wetter nicht mit.

Wer kann bei der Beobachtung teilnehmen? JEDER kann zum Messiermarathon kommen und auch selbst versuchen einige dieser Objekte zu finden. Wer eine Sternkarte, ein eigenes Teleskop, oder Fernglas besitzt, kann dies gern mitbringen. Wer einfach nur mal mit beobachten möchte, kann den Sternenfreunden über die Schultern schauen und sich professionell den Sternenhimmel und seine Sternbilder erklären lassen.

Wann gibt es die nächsten Termine zum Beobachten?

EARTH HOUR 2014 am 29.März 2014 auf dem Flugplatz Canitz Seit Jahren sind die Sternenfreunde Riesa mit dabei, wenn es weltweit um 20:30 Uhr heißt „60 Minuten Licht aus!“ für die Zukunft der Erde. Metropolen und Städte auf der ganzen der Welt schalten, ja sogar ganze Länder schalten alle öffentliche Beleuchtung aus und setzen ein Zeichen für den bewussten Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten. Privatleute und Firmen ergänzen diese Initiative und organisieren teils gigantische Events. An diesem Abend sind die Sternenfreunde Riesa auf dem Segelflugplatz Canitz und werden das „Licht ausmachen“ und in dieser Zeit die Teleskope aufbauen. Ab 18 Uhr sind die Sternenfreunde vor Ort. Jeder kann mit dabei sein.

Bundesweiter Deutscher Astronomietag am 5.April 2014

An diesem Tag geht es um Astronomie pur, denn der Astronomietag soll diese alte Wissenschaft für einen Tag in die Gesellschaft bringen. Sternwarten, Planetarien und Museen im ganzen Land öffnen ihre Pforten und laden zu Vorträgen, Beobachtungen und Workshops ein. Auch in Riesa steht einiges auf dem Plan. An diesem 5.4. sind die Sternenfreunde ab 11 Uhr auf dem Frühlingsmarkt der Teigwaren Riesa GmbH mit Teleskopen vor Ort und bieten professionelle Sonnenbeobachtungen an. In der Zeit von 14 – 18 Uhr findet in den Geschäftsräumen eine „Astronomische Sprechzeit“ statt und ab 18 Uhr geht es raus unter den Sternenhimmel, dann wird alles beobachtet, was es am Himmel zu finden gibt. Vor allem die Planeten Jupiter, Mars und Saturn stehen auf dem Programm. Auch die Galaxien des Frühlingshimmels sind fantastische Objekte, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Wie? Das zeigen die begeisterten Sternenfreunde gern vor Ort. Es wird Führungen am Sternenhimmel geben und jeder wird die Sternbilder des Nordhimmels „live“ kennenlernen. Also nicht verpassen – Deutscher Astronomietag 2014!

Für Rückfragen stehen wird jederzeit gern zur Verfügung. Eine schöne Ferienwoche wünschen

die Sternenfreunde Riesa



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